• Google



  • Millionen Patientendaten offen im Netz abrufbar










    Hallo Community!

    Am internationalen Tag der Patientensicherheit (letzten Freitag den 20.09.2019) berichteten die Medien über einen medizinischen Datenskandal.
    Bis zu 16 Millionen Patientendaten darunter wie Brustkrebsscreenings, Wirbelsäulenbilder und Röntgenaufnahmen aus aller Welt
    waren ungeschützt und offen im Internet abrufbar. Auch Patientendaten (um die 13.000) aus Deutschland waren betroffen.
    Zwei deutsche Kliniken sind betroffen. Bei den Daten handelten sich von MRT-Bilder, Röntgenaufnahmen und Bilder aus der Computertomographien.
    Der große Stamm von Patientendaten stammen hauptsächlich aus den USA.
    IT-Sicherheitsforschern konnten noch vergangene Woche auch die Daten zugreifen, bis endlich das Datenleck geschlossen wurde.
    Die Patientendaten beinhalteten hochauflösende Bilder, Informationen zu Geburtsdatum, Vor- und Nachname, Termine von Untersuchungen
    und Informationen über den behandelnden Arzt. Selbst die Behandlungsanwendung waren detailliert aufgelistet.
    Die betroffenen medizinischen Einrichtungen wurden vom BSi umgehend in Kenntnis gesetzt.
    Zudem hat das BSI 46 internationale Partnerorganisationen über den Sachverhalt informiert. Dennoch hinterlässt dies einen verheerenden ersten Eindruck.
    Da kann unser Gesundheitsminister Spahn noch so appellieren an die Vernunft und Verantwortung der Anbieter und Unternehmen,
    es wird wohl nicht der letzte Fall von medizinischen Datenverlust sein. Wir stehen noch am Anfang bei der vernetzten digitalen Gesundheitsstruktur.
    Das Datenleck soll bereits im Jahr 2016 offen zugänglich sein. Anscheinend hat es niemand für nötig gehalten, dies umgehend zu korrigieren.
    Als normaler Bürger kann man da nur noch mit dem Kopf schütteln.


    Statement Oleg Pianykh - Professor für Radiologie an der Harvard Medical School
    Im Jahr 2016 veröffentlichte Professor Oleg Pianykh eine Studie zu ungeschützten PACS-Servern.
    Er hatte damals mehr als 2700 offene Systeme ausfindig machen können:
    "Wir haben ein exorbitantes Problem mit medizinischen Geräten, die komplett ungesichert und ungeschützt sind.
    Ein x-beliebiger Hacker, kann sich mit diesen Geräten verbinden und die Patientendatensätze kompromittieren".

    Statement BSI-Präsident Arne Schönbohm

    „Wenn selbst bei so sensiblen Daten wie Röntgenaufnahmen, Mammografien oder MRT-Bildern grundlegende IT-Sicherheitsmaßnahmen missachtet werden,
    zeigt das, dass IT-Sicherheit noch immer nicht den Stellenwert einnimmt, den sie verdient.
    Wir müssen als Gesellschaft begreifen, dass die großen Digitalisierungsprojekte, die uns so viele Vorteile bringen können,
    nur gelingen werden, wenn sie von Anfang an sicher gestaltet werden. Nur wenn die Bürgerinnen
    und Bürger Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten haben, wird die Digitalisierung erfolgreich sein.“




    Welche Meinung habt ihr zu dieser Thematik?


















    Beste Grüße

    Cyriax




    Quelle: BSI

    Quelle: Golem

    Quelle: Areamobile

    Bildquelle: Screenshot Google Play Store






    Folgt uns auf YouTube, Facebook und Twitter


    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Millionen Patientendaten offen im Netz abrufbar - Erstellt von: Cyriax Original-Beitrag anzeigen