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  • Das bringt uns (hoffentlich) Android P







    Hallo Community!

    Ich habe länger mit mir gerungen, ob ich überhaupt an dieser Stelle schon was zur aktuell vorgestellten Beta-Version von Android P schreiben sollte. Das hat weniger etwas mit den durchaus interessanten Neuerungen in der Version „Plumcake“ zu tun (sollte der Name tatsächlich so kommen, erhebe ich Copyright-Ansprüche), als vielmehr damit, dass wir hier im Android-Lager von BlackBerry ja immer noch auf die Vorgänger-Version 8.0 warten und warten und warten. Auch ist überhaupt nicht sicher, dass die Motion`s und KEYone`s dieser Welt jemals Android P erhalten werden. Dennoch wollte ich euch die Neuerungen nicht vorenthalten, also hier sind sie.

    Vorab, die Beta-Version steht zum Download für die Pixel-Phones und auch für Smartphones von Nokia 7 Plus, Sony Experia XZ2, Essential, Oppo, Vivo und Xiaomi bereit. Das ist schon mal ein Fortschritt, denn in der Vergangenheit hatte Google/Android ein ziemlich großes Problem: Die Geschwindigkeit, mit der Android-Updates ausgeliefert wurden. Google hat nun für Android P mit Qualcomm eine Vereinbarung getroffen und dem Chip-Hersteller Zugriff auf die frühen Versionen des Betriebssystems gegeben, um die Snapdragon 845, 660 und 636 Prozessoren entsprechend zu optimieren. Daher sind zum Start der Beta mehrere Smartphone-Hersteller im Boot. Ob dadurch die Verteilung der finalen Version schneller erfolgt als bisher, werden wir im Herbst bei der offiziellen Freigabe von Android P feststellen.

    Android P soll die Benutzung von Smartphones weiter vereinfachen. Das sind die Neuerungen gedacht:

    • Die Navigationsleiste wird neu gestaltet, der Multitasking-Button verschwindet ganz, der Zurück-Knopf taucht nur noch bei Bedarf in Apps auf. Somit besteht die Navigationsleiste künftig nur noch aus einem Strich in der Mitte, der als Home-Button funktioniert und wird durch Gesten gesteuert. Wischt man von dort nach oben, wird eine neue Ansicht eingeblendet: Am unteren Rand werden fünf Apps angezeigt, darüber erscheint eine verbesserte Task-Ansicht. Welche Apps aufgelistet werden, entscheidet die Nutzungsstatistik bzw. ein Algorithmus. Ist die gewünschte nicht dabei, wischt man nochmals nach oben und gelangt in die App-Übersicht. Wischt man hier über den Home-Knopf nach links oder rechts, blättert man in der Task-Ansicht durch die bereits gestarteten Apps. Die Gesten funktionieren im Home-Screen und auch in allen gestarteten Apps. Der Zurück-Knopf wird nicht über Gesten gesteuert, er wird – wie erwähnt - bei Bedarf in der Navigationsleiste eingeblendet.
    • Mit einem Button in der Navigationsleiste verhindert Android P das unerwünschte Drehen der Apps, falls man das Gerät versehentlich zu weit gekippt hat. Wenn Android P ein Kippen erkennt, muss man das Drehen aktiv bestätigen.
    • Android P bringt eine neue Funktion, um die Lautstärke über die Tasten zu ändern. Beim Drücken der Lautstärketasten erscheint nämlich ein Menü auf der rechten Seite, das standardmäßig die Medienlautstärke steuert. Per Klick auf das Zahnrad landet ihr auf Wunsch in den Einstellungen für die einzelnen Ton-Einstellungen. Alternativ kann man auch eine Art Alert Slider nutzen, um das Smartphone schnell stumm zu schalten.
    • Apps können künftig zwei neue Einblendungen vornehmen. In Suchergebnissen blenden sie "Slices", eine Art erweitertes Suchergebnis ein sowie sog. "App Actions", interaktive, kontextabhängige Aktionen, die in der Suche und in der App-Liste auftauchen können.
    • Weitere Verbesserungen betreffen das Aufnehmen von Screenshots, die Quick-Settings und mal wieder die Benachrichtigungs-Verwaltung. Und natürlich will Google auch jetzt wieder, im Hintergrund arbeitende Apps besser in den Griff kriegen. Auch hier arbeitet eine KI unter der Bezeichnung „adaptiver Akku“ mit und schließt die im Hintergrund arbeitenden Apps anhand individueller Nutzungsprofile. Dadurch und durch eine verbesserte automatische Helligkeitsanpassung soll die Akkulaufzeit verbessert werden.




    Google verfolgt mit Android P ein zudem das hehre Ziel, uns durch den Einsatz von KI ein wenig von dem ständigen Einsatz des Smartphones zu entwöhnen. Unter der Überschrift "Digital Wellbeing" sind diese Maßnahmen zusammengefasst.


    • Dazu zählt der "Bitte nicht stören"-Modus. Sobald das Handy mit dem Bildschirm nach unten auf einen Tisch abgelegt wird, werden alle Benachrichtigungen und Klingeltöne stummgeschaltet. Diese Funktion kann auch manuell aktiviert werden.
    • Ferner führt Google ein sog. Dashboard ein. Es zeigt an, wie viel Zeit man insgesamt am Tag, in der Woche oder im Monat mit dem Handy verbringt und schlüsselt auch genau auf, wie viele Minuten lang man welche Apps benutzt und wie oft man das Gerät am Tag entsperrt hat.
    • Einzelnen Apps können individuelle Nutzungszeiten zugewiesen werden. Kurz vor Ablauf erhält man eine Warnung, danach wird die App geschlossen und das Icon ausgegraut.
    • Schließlich kommt mit "Wind Down" eine Funktion, die Uhrzeit gesteuert, den sogenannten Nachtlichtmodus, in dem die Bildschirmfarben auf ein warmes Spektrum mit wenig Blautönen umgeschaltet bzw. komplett ausgeschaltet werden, aktiviert. Das soll euch helfen, sich im Bett vom Smartphone zu trennen und mehr Aufmerksamkeit der LebenspartnerInnen zu widmen.




    Die Beta steht wie bisher nach Registrierung unter google.com/android/beta für die unterstützten Smartphones bereit.

    Manche Neuerungen im Android P sind nicht wirklich neu. Google hat sich hier, sagen wir es einmal vorsichtig, von anderen Anbietern „inspirieren“ lassen. Mal schauen, ob nicht der eine oder andere, auch ehemalige Smartphone-Hersteller daherkommt und fragt: Und wer hat`s erfunden?

    Gruß Paulelmar



    Quellen: Caschy-Blog, Heise, Spiegel

    Bildquellen: WCCFTECH, Heise, Google

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    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Das bringt uns (hoffentlich) Android P - Erstellt von: paulelmar Original-Beitrag anzeigen